Galgenreste Strakonice
PositionLand/Region Jihočeský kraj, Bezirk Strakonice, Gemeinde Strakonice
33 N 420285 / 5458473 UTM/WGS84
BeschreibungObjektbeschreibung
Nur mehr Unebenheiten im Gelände und einzelne Steine weisen auf den ehemaligen Galgen von Strakonice (dt. Strakonitz) hin. Zudem wurden die Reste durch Bäume gestört, welche vor kürzerer Zeit gefällt wurden und von denen nur mehr Stümpfe verblieben. Bis ins Jahr 1933 war noch eine höhere Mauer aus Granitsteinen vorhanden, die jedoch später demoliert wurde. Der Galgen soll ursprünglich aus einer im Grundriß rechteckigen und fünf mal sieben Meter großen Mauer bestanden haben, die vermutlich von vier Säulen bekrönt war.1

Historischer Kontext
Im dramatischen Märchen "Der Dudelsackspieler von Strakonitz" von Josef Kajetán Tyl, von dem im übrigen auch der Text der tschechischen Nationalhymne stammt, kommt eine Szene vor, in der Schwanda der Dudelsackpfeifer von wilden Frauen am Galgenberg dazu überredet wird für sie aufzuspielen. Hätte ihn nicht seine Frau Dorotka rechtzeitig daran gehindert, so wäre er bösen Dämonen verfallen.2

Standort und Lage
Um zum Bauwerk zu gelangen startet man am besten an der Kreuzung Arch. Dubského / Šmidingerova / Plánkova in Strakonice und geht den etwas westlich davon abzweigenden Weg nach Norden. Nachdem sich der Weg verzweigt, spaziert man rechts an den Gärten entlang, bis man an deren Ende angelangt ist. Dort, am Fuße des Galgenberges angelangt, kann man einen Waldpfad ostnordostwärts gehen, in Richtung des Funkturms am Gipfel. Vom Turm aus sind es noch rund 90 Meter nach Osten zu den Spuren der Richtstätte. Zudem liegen die Galgenreste am weiß-gelb-weiß markierten Wanderweg "Švandova Stezka" (dt. "Schwandasteig"), der bei der Burg in Strakonice seinen Ausgang nimmt.
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1 Laut der Informationstafel neben dem Objekt.
2 Laut der Informationstafel neben dem Objekt.

Literatur: [Wojtu05; S. 38f]
Bilder/Plan
12.10.201112.10.2011Planskizze

© Stefan Lefnaer 14.03.2015